…du verstehst sicher meine provokanten Ausbrüche, und in dem anderen Thread wo wir gerade schreiben, werde ich auch noch was dazu sagen. Es ist eben längst nicht alles so heiß, wie es gekocht wird, dennoch regt es die Diskussion an, -- wenn wir mal alle ein wenig unser EGO (viel strapaziertes Wort zurücknehmen. Auch die Trollecke war kein Vorwurf, aber ich möchte schon wissen, mit wem ich es zutun habe und dies ein wenig rauskitzeln.
ich halte den Ansatz des Threads dennoch für falsch!
Bis zu <1,2,3,4> sind wir uns völlig einig und deshalb, da ich einige Diskussionsverläufe gelesen habe und mir persönlich erspart habe, da auch noch was zu sagen, ist es kein Problem von Nensch, sondern da sollten mal die Seilschaften auch ihren eigen Freunden und Verknüpfungen persönlich auf die Finger hauen. Man kann gerne etwas unterstellen und eine Gegenargumentation erwarten, aber es gibt eben auch die persönlichen Beleidigungen und die voreingenommenen Argumente.
Hier jetzt mit mehr Technik aufzuwarten, oder gar einen Anspruch auf mehr (undefinierte!) Professionalität zu erhaben, ist der falsche Weg! (sage ich…)
Der Spass an diesem Forum hört spätestens da auf, wo der expirementelle Gedanke einer unpersönlichen Diskussion und das ist die Plattform Internet zunächst einmal, Meinungen und Sachverhalte von vornherein einer Qualitätsprüfung unterziehen will, bevor sie veröffentlicht wurde und der Teilnehmer/Autor Gegennmaßnahmen oder Begründungen einleiten will. D.h. alles sollte unter den jetzt bestehenden Möglichkeiten veröffentlicht werden dürfen!
Nensch hat hier einen Mechanismus des Redigierens (musste ich erstmal nachschlagen.. kicher) der sowohl kontraproduktiv sein kann, als auch die Qualität der Beiträge erhöhen kann -- Kontraproduktiv, weil vielleicht die Leute redigieren (zufällig), die damit gar nichts anfangen können und zwei tage später sind andere Im Netz und würden ganz anders abstimmen!
Aber man kann sich dem aussetzen und die Kritik, selbst den Weg in den Papierkorb in Kauf nehmen, dafür ist es Nensch!
Wenn Nensch zur guten Tageszeitung werden will, dann los, aber ich finde, nensch selbst wird dem Anspruch schon längst gerecht, allerdings nicht alle Mitglieder, die nämlich heute mal voll intellektuell drauf sind, aber morgen schon völlig „prollig” rumschwatzen und ihren eigene Ansprüchen überhaupt nicht gerecht werden. Was soll ich denn davon halten, außer man ist „elitär” (ein letztes Mal…), wenn man nämlich für sich Rechte in Anspruch nimmt, die aber gar nicht den anderen zubilligt.
Ich möchte in all meinen Aussagen zu dem Thema, Joscha völlig außen vorlassen, vor allem ihn gar nichts unterstellen, denn seine Absichten sind schon klar, aber die Methode, die er vorschlägt ist mir zu unpersönlich und mechanisch.
Nensch präsentiert sich mit reellen Namen der Mitglieder, warum also nicht eine reale Diskussion in einer Abteilung „Kummerkasten” führen.
Nehmen wir an, jemand fühlt sich falsch interpretiert oder zu unrecht angegriffen. Bevor nun diese endlose Diskussion in dem Thread gemacht wird, kann man entweder mal persönlich ne PM senden oder im Kummerkasten sagen, „hey, ich fühle mich beleidigt, blabla.....” wäre ne Idee…
Und wie du richtig sagst, es geht nicht um die Qualität der beiträge, wo Nensch ja einen Qualifizierungsmechanismus (den ich akzeptiere, dennoch in seiner Wirkung anzweifle) hat!
Die Flucht ins Tagebuch ist möglcih und gut so, wir leben Triviales und brauchen dafür Ventile. Ohne diesen Blog würde ich bei Nensch nur lesen, wäre schade, aber ich habe genug Dinge im Leben, bei denen ich Qualitätsansprüchen ausgesetzt bin, da brauche ich nicht noch Nensch.
Die Kommentare sind aber dazu geschaffen wirkliche Qualität zu erzeugen, da ein beitrag ja nicht für sich selbst steht (meistens), sondern Lösungen sucht und letzten Endes in seiner Fülle sogar einige wissenschaftliche Theorien hervorbringen kann, er ist auch eine Linksammlung und kann ein ganzes Thema abdecken. Deshalb ist ein Beitrag nur so gut wie seine Kommentare und ein Forum, mit welchem technischen Schnickschnack auch immer, nur so gut wie seine Teilnehmer.
So und wenn ich jetzt zum Nenschen mutiere und die angesagten Massstäbe gegenüber anderen vertreten soll, obwohl ich mir über meine eigenen Unzulänglichkeiten klar bin, komme ich mir vor wie ein Heuchler.
Selbstkritik ist eine der wichtigsten Tugenden, da müssen einige hier noch durch…
Warum bin ich hier, wenn ich das alles Scheiße finden sollte, was einige gerne schnell unterstellen? Ich mag die Leute, trotz ihrer offensichtlichen Unzulänglichkeiten, die einige ja bestimmt bestreiten. Ich mag aber auch die wissenschaftlichen Aussagen von Studierten, die mir weiterhelfen können und du wirst nichts von mir finden, wo ich sage, 'hey, das ist intellektuelles Gequatsche', obwohl ich es denke, kicher… nee, ich mache mir die Mühe, Bücher und Informationsmaterial heran zu holen, um der sache zumindest im ansatz Herr zu werden.
Ist es dabei zuviel verlangt, dass die „Schlauen” auch kritisiert werden dürfen, oder sind sie erhaben? Ich Verlange nichts, als mitreden zu dürfen, nichts als gute Öffentlichkeitsarbeit, die jedoch an 'normalen' Maßstäben gemessen werden sollten, nicht an Universitätsniveau!
Viel wichtiger als Joschas Ansatz, finde ich die Atmosspäre auf Nensch, die eben oft strapaziert wird, weil hier Rundumschläge abgehen, aber in der Sache nicht weiterbringen.
So und ich hoffe wir sind uns einig, dass wir miteinander reden können, ohne Schubladendenken, mit dem Wissen, dass der Gert manchmal ein wenig übertreibt, ironisch und sarkastisch ist, aber auch bereit, mal ne schlüssige Ansicht zu übernehmen. Das unterstelle ich allen hier, wurde aber (nicht auf mich bezogen) schon eines anderen belehrt.
[ Bezug ]