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Diskurse mit System
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Nensch ist interdisziplinär: Veröffentlicht werden journalistische, wissenschaftliche und literarische Texte. Sie schreiben und diskutieren gern? Dann sind Sie hier richtig. Lesen Sie, wie Nensch funktioniert.
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CD der Woche Musik muss gehört werden |
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Granada 74 - EP (CD der Woche)
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Rezension von Tobias Muno, veröffentlicht am 7.3.2005 um 11:30:34
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"In dieser Stadt bin ich sozusagen aufgewachsen", hab ich ihr erzählt. "Man nennt dieses Gefühl, glaube ich, zuhause." Während aus dem Circus Maximus Granada74 brummt. Gitarren, Bass und Schlagzeug, vereint um die drängende Stimme des Sängers. Die Ampel rot und keine Autos auf der Straße.
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Missent to Denmark - Please copy for your friends-EP (CD der Woche)
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Rezension von Krischan Lehmann, veröffentlicht am 28.2.2005 um 16:43:16
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"Heimaufnahmen entstanden in diversen Schlafzimmern während den Semesterferien."
Das Schöne an dieser Rubrik hier ist, dass man auf den Zitaten- und Referenzenmüll, der sich zwangsweise in der Rezensionskultur ablagert, verzichten kann. Bestenfalls spricht die Musik sogar für sich selbst.
So wird man wohl auch auf der Website von Missent to Denmark den "Erklärungsnotstand" ausgerufen haben, um zu sagen… um nichts sagen zu müssen. Der Rest ist Mp3.
(Wenn wir früher im Lateinunterricht nicht den Unterschied wussten zwischen persuadere mit ut und persuadere mit AcI, gab’s einen Strich. Bei drei Strichen einen Kreis.)
Ich wünsche dieser Band noch heute einen Plattenvertrag. Oder besser: Ich wünsche ihr keinen. Please copy for your friends. Man möchte only hinzufügen.
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Dialogue - True North/Jitterbug (CD der Woche)
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Rezension von Tobias Muno, veröffentlicht am 31.1.2005 um 10:17:18
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Seit ihrer ersten EP "True North" (2001) ist Dialogue zumindest in den Niederlanden eine erfolgreiche Nachwuchsband, die sich ihren eigenen musikalischen Rahmen steckt und diesen auch angemessen auf diversen Festivals und Konzerten vertritt.
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Clipper - Unintended Poetry (CD der Woche)
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Rezension von Krischan Lehmann, veröffentlicht am 5.12.2004 um 18:15:54
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"Poesie, die unbeabsichtigt entstanden ist, ist immer vieldeutig. 'Unintended poetry' steht deshalb unvermeidlich irgendwo zwischen den beiden gegensätzlichen Polen Sehnsucht und Ambivalenz. Getragen wird dieser Gegensatz von einem unerbittlichem Generalbass - wie bei guter Filmmusik - wenn auch ohne Orchester. Das alles in einem Popsong zu erreichen ist in der Tat eine der größten Herausforderungen für uns. Die Harmonien auf der Platte sind dabei relativ einfach, aber es war nicht einfach über sie hinweg zu kommen, weil sie uns berühren - wie gute Filmmusik eben. Es geht uns nicht um Jugendkultur oder um irgendeine Form der Identifikation, sondern um nicht weniger als echte Romantik. Denn in ihr ist, im Gegensatz zum Kitsch, auch das Vieldeutige möglich, und selbst die Identifikationsfiguren des Pop sehen plötzlich ganz blass aus", behaupten Clipper von sich selbst. Es stimmt.
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Janka - Unter Palmen EP (CD der Woche)
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Rezension von Bjoern Szostak, veröffentlicht am 22.11.2004 um 12:01:54
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Zurück ins Jahr 1999 oder war es 2000? Da ist man am Anfang des
Studiums und hält Cordhosen und Trainingsjacken für das
Nonplusultra der nicht-konformen Kleidung. Man geht zu
Konzerten in alternative Cafes, in denen das Bier genauso teuer
ist wie in anderen Läden. Tocotronic im Ohr, das Verstandenwerden
einer ganzen Generation hineininterpretiert. Warum schaut man sich
dann eine Band namens Blobkanal an? Genau, die beste Freundin,
die sich ähnlich kleidet, aber in der großen Stadt Berlin aufwuchs
und da immer noch lebt, schickt einem ein Mixtape. Darauf
singen die Seitenscheitel von Peter Shaw, dem ewigen Zweifler der
drei Fragezeichen. Die Stimme ist markant. Die Musik teilweise
kopiert, nicht schlecht. Das Schlagzeug
schnell. Sie singen von Stadtgesprächen, über das Gefühl von zuhause weg
zu sein. Über die Sehnsucht, heraus aus Heidelberg und Göttingen zu kommen.
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Spruce - Once Upon A Time (CD der Woche)
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Rezension von Oliver Winklmüller, veröffentlicht am 15.11.2004 um 14:43:16
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Sie sind schon ein seltsames Volk, diese Shoegazer. Da stehen sie auf der Bühne rum, bearbeiten stoisch ihre Gitarre und bewegen sich nur, um ab und an ein Knöpfchen auf ihrem Laptop zu drücken. Eigentlich ein Gräuel für Rockpuristen wie mich, für die Pathos und große Gesten zur Musik gehören wie der bundesdeutsche Konsumwahn zu Weihnachten.
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Greimannsche Keilschrift ist keine.
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